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Impressum & Datenschutz: Was auf jeder Website Pflicht ist

30. Dezember 2025 4 Min. Lesezeit Daniel Kircher

Du hast eine Website – gut. Aber hast du auch ein rechtssicheres Impressum und eine aktuelle Datenschutzerklärung? Wenn nicht, drohen Abmahnungen, Bußgelder und im schlimmsten Fall empfindliche Strafen. Das klingt hart, lässt sich aber mit den richtigen Infos schnell und dauerhaft lösen.

In diesem Artikel erkläre ich dir, welche Pflichtangaben auf jeder gewerblichen Website stehen müssen, was es mit der DSGVO auf sich hat – und warum du das lieber heute als morgen in Ordnung bringen solltest.

Warum das Thema ernst zu nehmen ist

In Deutschland gibt es zwei zentrale Rechtsgrundlagen, die Websitebetreiber kennen müssen: das Telemediengesetz (TMG), das die Impressumspflicht regelt, und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die vorschreibt, wie mit personenbezogenen Daten umgegangen werden muss.

Wer eine Website ohne vollständiges Impressum betreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann abgemahnt werden. Fehlt eine Datenschutzerklärung oder ist sie veraltet, drohen Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro – in der Praxis werden kleineren Betrieben freilich weit geringere Beträge auferlegt, aber auch eine Abmahnung kann schnell mehrere hundert Euro kosten.

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Abmahnwelle: Fehlende oder unvollständige Impressumsangaben gehören zu den häufigsten Abmahngründen in Deutschland. Besonders Mitbewerber und spezialisierte Kanzleien haben ein Auge darauf. Das Risiko ist real – und vollständig vermeidbar.

Die Pflichtbestandteile im Überblick

Beide Dokumente haben unterschiedliche Anforderungen. Hier findest du die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

Was gilt speziell für Handwerker?

Als Handwerker bist du gewerblich tätig – das bedeutet, die Impressumspflicht gilt für dich uneingeschränkt. Auch wenn du keine GmbH bist, sondern als Einzelunternehmer oder GbR arbeitest: Name, Adresse und Kontaktdaten müssen vollständig und leicht auffindbar sein.

Bei der Handwerkskammermitgliedschaft solltest du zusätzlich die zuständige Kammer angeben. Wer in einem reglementierten Handwerk tätig ist (z.B. Elektriker, Dachdeckermeister), sollte auch die Berufsbezeichnung und ggf. den Staat, in dem diese verliehen wurde, aufführen.

Unternehmensform Besondere Pflichtangaben
Einzelunternehmer Vor- und Nachname, Adresse, Kontakt
GbR Alle Gesellschafter mit vollständigem Namen
GmbH / UG Handelsregisternummer, Registergericht, Geschäftsführer
e.K. (eingetragener Kaufmann) Handelsregisternummer, Registergericht

Wo müssen die Seiten erreichbar sein?

Impressum und Datenschutzerklärung müssen von jeder Seite deiner Website direkt erreichbar sein – in der Regel über den Footer. „Direkt erreichbar" bedeutet: maximal zwei Klicks vom Start. Die Bezeichnung muss eindeutig sein: „Impressum" oder „Anbieterkennzeichnung" für das Erstere, „Datenschutz" oder „Datenschutzerklärung" für das Zweite.

Tipp: Kostenlose Generatoren nutzen

Du musst diese Texte nicht selbst formulieren. Seriöse und kostenlose Generatoren wie e-recht24.de oder datenschutz-generator.de erstellen dir rechtssichere Texte auf Basis deiner Angaben. Für die meisten kleinen Betriebe reichen die kostenlosen Versionen vollständig aus. Wichtig: Nach wesentlichen Änderungen (neues Analytics-Tool, neues Kontaktformular) immer aktualisieren.

Was passiert, wenn etwas fehlt?

Im harmlosesten Fall schreibt dich jemand an und bittet um Korrektur. In realen Fällen folgen Abmahnungen von Mitbewerbern oder spezialisierten Kanzleien. Die Kosten einer solchen Abmahnung können sich schnell auf 500 bis 1.500 Euro belaufen – für ein Problem, das sich in einer Stunde beheben lässt.

Bei schwerwiegenden DSGVO-Verstößen – etwa wenn personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage verarbeitet werden – können Datenschutzbehörden Bußgelder verhängen. Für kleine Unternehmen sind diese erfahrungsgemäß moderat, aber der Reputationsschaden kann erheblich sein.

Fazit

Impressum und Datenschutzerklärung sind kein bürokratischer Mehraufwand – sie sind dein rechtlicher Schutzschild. Die gute Nachricht: Mit einem kostenlosen Generator und einer halben Stunde Arbeit bist du auf der sicheren Seite. Wenn du eine neue Website bauen lässt, solltest du darauf bestehen, dass diese Seiten von Anfang an korrekt angelegt werden. Das ist Teil jedes seriösen Webdesign-Projekts.


DK
Daniel Kircher Gründer, Pixelklar

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